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Sinnbild für Biodiversität und stetige Veränderung: das Wattenmeer

Jeder, der das Wattenmeer vor den Küsten der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks kennt, nimmt es zunächst als graubraunblaue, scheinbar lebensfeindliche und wenig abwechslungsreiche Landschaft wahr. Bei genauem Hinsehen stellt sich aber heraus, dass das Gegenteil der Fall ist. Nicht umsonst hat die UNESCO das Wattenmeer zum Weltnaturerbe erklärt. Finden sich doch hier besonders viele Pflanzen- und Tierarten und -individuen, die größten zusammenhängenden Schlick- und Sandflächen weltweit und wegen der Gezeiten ein hochdynamischer Küstenstreifen.

Wattenmeerinsel Trischen

Aus Anlass des UNESCO-Welterbetages 2020 stellen wir als „Luftbild des Monats“ einen kleinen, aber feinen Ausschnitt des Wattenmeeres vor: die wenig bekannte Insel Trischen nahe der Elbmündung in die Nordsee.

Was auf den ersten Blick wie eine sich nach links bewegende Qualle aussieht, ist in Wirklichkeit eine hoch dynamische unbefestigte Insel vor der Schleswig-Holsteinischen Westküste. Auf einer Übersichtskarte der Nordseeküste von 1881 ist Trischen z.B. als "überflutete Sandbank" eingezeichnet; nur 25 Jahre später in einer Seekarte als Busch- und Sandfläche mit einer völlig anderen Form. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es eine derart dynamische, unter dem Einfluss von Gezeiten und Wind geformte Landschaft mit einer solchen Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume.

Trischen ist ein Bestandteil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und unbewohnt. Ruhig geht es hier aber dennoch nicht zu. Zugvögel besuchen das Eiland regelmäßig als Rast- und Brutplatz: bis zu 100.000 Exemplare werden hier gleichzeitig auf knapp 2 km² Fläche gezählt. (Norderney dagegen hat bei dreizehnfacher Größe ein Bettenangebot für „nur“ 50.000 menschliche Übernachtungsgäste.)

Übrigens ist das Wattenmeer nur eine von 46 UNESCO-Natur- und Kulturerbestätten in Deutschland. Unter ihnen finden sich architektonische und künstlerische Meisterwerke, vielfältige Kulturlandschaften und Parks, einzigartige Naturgebiete und Zeugnisse gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen.

Dass der zentrale Inselteil auf dem Luftbild rot dargestellt ist, liegt an der Kameratechnik. Sie fängt in diesem Fall außer den Farbkanälen des sichtbaren Lichts rot, grün und blau auch die nahe infrarote Strahlung ein. Dadurch wird eine besonders differenzierte Darstellung der Vegetation ermöglicht. Diese Farbkanalkombination wird häufig für land- und forstwirtschaftliche Anwendungen sowie für Biotoptypenkartierungen des Natur- und Umweltschutzes eingesetzt.

Übrigens wird Hansa Luftbild in 2020 die gesamte niederländische und deutsche Nordseeküste samt Wattenmeer und seinen Inseln fotographisch erfassen.

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