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Deutsche Flugsicherung und Hansa Luftbild feiern 25 Jahre RadGIS

Das System RadGIS versorgt seit nunmehr 25 Jahren die operativen Systeme der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) mit Radarkarten. Entwickelt hat es Hansa Luftbild im Auftrag der DFS. Gemeinsam feierten DFS und Hansa Luftbild dieses besondere Jubiläum am 17. Mai 2018 in der Langener DFS-Unternehmenszentrale. Ohne RadGIS würden den DFS-Fluglotsen in den deutschen Centern und den Towern entscheidende Dinge fehlen, denn ohne RadGIS wäre es ihnen unmöglich, sich bei ihrer Arbeit am Radarbildschirm geografisch zu orientieren: Die Darstellung der Radarziele vor dem Hintergrund der Radarkarte ist bis heute das primäre Arbeitsmittel der Fluglotsen. RadGIS steht für Radar Geoinformationssystem; es ist das zentrale System, das alle operativen Systeme der DFS mit aeronautischen und georeferenzierten Adaptionsdaten versorgt. Es stellt für die Lotsen wichtige kartografische Information wie Sektor-, Luftraum- und Ländergrenzen bereit und liefert auch die Darstellung von Start- und Landebahnen sowie der Anfluggrundlinie.

Einige Arbeitsmittel, mit denen Radarkarten im analogen Zeitalter erstellt wurden. Foto: DFS/Hans-Jürgen Koch

„RadGIS verarbeitet unter anderem Daten aus der Aero-Datenbank der DFS und erstellt daraus geografische Adaptionsdaten für die operativen Systeme", erklärt Wolfgang Diehl, Referent im RadGIS-Produktmanagement aus der Abteilung Surveillance & Safety Nets. „Die Daten werden zentral erstellt, aufbereitet, in die jeweiligen Datenformate der operativen Zielsysteme übersetzt und über eine elektronische Distributionsplattform ausgeliefert." So definiert RadGIS unter anderem, ob die Teilstriche bei der Darstellung von Flugstrecken auf dem Radarbildschirm eine Distanz von einer, fünf oder zehn Nautischen Meilen abbilden, was die Lotsen bei der Staffelung der Luftfahrzeuge unterstützt.

Aktuell versorgt RadGIS regelmäßig die operativen Air Traffic Management-Systeme, die SafetyNet-Systeme, Simulatoren und externe Tower-Systeme mit jährlich zirka 500 Ausspielungen von Adaptionsdatenständen.

Im Gründungsjahr der DFS begann 1993 die Erstellung von digitalen Radarkarten mittels grafischer Datenverarbeitung. „Von Beginn an stand Hansa Luftbild bei der Weiterentwicklung der DFS als fachlich ausgezeichneter und zuverlässiger Partner zur Seite“, sagt Diehl.

Bei der Feier zum Jubiläum von 25 Jahren RadGIS begrüßten Yvonne Graner, Leiterin der Abteilung Surveillance & Safety Nets, und Günter Achatz, Leiter des Bereichs Planung und Innovation, die Teilnehmer der Veranstaltung. Danach stellte Hansa Luftbild-Geschäftsführer Dr. Paul Hartfiel einige Projekte der Hansa Luftbild vor. Diese reichen von Software Services, Geoinformationsdienstleistungen über Sensorik bis hin zum Aufbau und Management von Eigentums- und Liegenschaftskatastern im östlichen Afrika.

In einem illustrierten Vortrag ließen Wolfgang Diehl und Werner Scheper die Geschichte der RadGIS-Entwicklung von 1993 bis zur Gegenwart Revue passieren und erinnerten an die analoge Zeit vor RadGIS. „Seinerzeit erstellte man Radarkarten mit konventioneller Kartographietechnik. Die Reinzeichnung hatte einen Durchmesser von einem Meter, das Endprodukt war ein Glasdia von neun mal zwölf Zentimetern", erinnert sich Wolfgang Diehl, der vor 40 Jahren als Kartograf bei der damaligen Bundesanstalt für Flugsicherung seinen Berufsweg begann.

In der Zukunft werden die DFS und Hansa Luftbild das System RadGIS weiterhin konsequent ausbauen und die Verteilung sowie Nutzung von operativer Geoinformation durch serviceorientierte Technologien auf der Grundlage des Hansa Luftbild-Produktes ExperMaps einer großen Anwenderschaft zugänglich machen.

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