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Geschichte

90 Jahre Hansa Luftbild - 90 Jahre Ideen und Innovationen

  • Gründungsphase

    Jedes Unternehmen hat seine Geschichte - und seine Geschichten dazu. Unsere reichen zurück bis ins Gründungsjahr 1923, als mit der Firma “Aero Lloyd Luftbild” in Berlin jene privatwirtschaftliche Gesellschaft gegründet wurde, die seit 1926 als Hansa Luftbild bekannt ist und bis 1990 eine Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG war. Zu den damaligen Hauptaufgaben der Hansa Luftbild zählte vor allem die amtliche Kartographie für Deutschland, aber auch die Beteiligung an großen ausländischen Entwicklungsprojekten.

    Leider gibt es nur noch wenige schriftliche Belege aus jener Zeit, da im Zweiten Weltkrieg vieles verlorengegangen ist. Einige Hinweise zur Unternehmensgeschichte finden sich in folgenden Quellen:

     

    • Bruno Weist: 40 Jahre HANSA LUFTBILD GMBH, in: Luftbild und Luftbildmessung, Nr. 2, November 1963.
    • R. Burckhardt: 50 Jahre Hansa Luftbild, in BuL 1/ 1974, S. 2-5.
    • M. Kneißl: 25 Jahre Hansa-Luftbild G.m.b.H., in: Mitteilungen des Chefs des Kriegs- Karten- und Vermessungswesens 3. Jahrgang, Heft 5, Mai 1944, S. 228-230.
    • Jörg Albertz: Rudolf Fischer zum goldenen Doktorjubiläum, S. 205, in ZPF/ Zeitschrift für Photogrammetrie und Fernerkundung 5/1993, S. 204-206.
    • W. Blaschke: Die Funktion der Luftbildunternehmen im deutschen Vermessungswesen, in: BuL 5/1973, S. 162-169.
    • Stephan Prager: Das deutsche Luftbildwesen, Köln: Westdeutscher Verlag 1961 [=Arbeitgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Band 97]

  • 30er- und 40er- Jahre

    Die Hansa Luftbild wurde in den 30er Jahren nach Übernahme der Geschäftsanteile aller anderen deutschen Luftbildunternehmen mit 400 Mitarbeitern die größte Luftbildfima der Welt. Neben der Zentrale im Flughafen Berlin-Tempelhof gab es weitere Filialen in Münster und München.

    Einen Schwerpunkt der Arbeit stellten umfangreiche Expeditionsreisen dar. So wurden die ersten Aufträge in China ausgeführt, wo es bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Messbildflüge gegeben hatte. Auch über Grönland (1932) und im Rahmen der Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39 gab es entsprechende Projekte. Die Spuren sind noch heute auf der Landkarte zu finden: Die Geßner-Spitze, benannt nach dem ersten Hansa-Luftbild-Chef, oder die Bundermann-Kette, nach Max Bundermann, Vermesser und Fotograf der Hansa Luftbild.

    Während des Zweiten Weltkrieges war die Hansa Luftbild als Sonderluftbildabteilung (Sobia) zunächst dem Reichsluftfahrtministerium, dann dem Oberkommando der Luftwaffe unterstellt und mit der Bearbeitung militärischer Karten befasst.


  • Nachkriegszeit & 60er- Jahre

    Nach Ende des Krieges 1945 und der vorübergehenden Auflösung des Unternehmens durch die alliierten Kontrollmächte wurde der Firmensitz von Berlin nach Münster verlegt. Mit Aufhebung der Beschränkungen für die zivile Luftfahrt in Deutschland nahm die Hansa Luftbild in den 50er-Jahren die Luftbilderstellung und -auswertung wieder auf. Die 60er waren geprägt von den großen Infrastrukturprojekten in der jungen Bundesrepublik. Nicht nur für Autobahnen und Straßen, Eisenbahnen und Wasserwege, sondern auch für Pipelines und Hochspannungsleitungen lieferten Luftaufnahmen und Luftbildmessungen ein Maximum an Informationen und brauchbare Planungsgrundlagen.


  • 70er- & 80er-Jahre

    Seit den 70er-Jahren gewannen neue Betätigungsfelder immer größere Bedeutung: Umweltschutzthemen rückten sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene in den Vordergrund. So wurden immer häufiger Infrarot-Aufnahmen erstellt, die der Dokumentation von Umweltschäden, für Vegetationsstudien und von Umweltverträglichkeitsprüfungen dienten. Gleichzeitig gewannen die Digitalisierung und elektronische Verarbeitung von Daten eine immer größere Bedeutung. Hansa Luftbild reagierte auf diese Entwicklung mit dem Aufbau von Abteilungen für Softwareentwicklung und Geoinformationssysteme und konzentriert sich seitdem verstärkt auf die Optimierung von Geschäftsprozessen für Auftraggeber aus Wirtschaft und Verwaltung.


  • 90er-Jahre und Jahrtausendwende

    Die Neunziger standen zunächst ganz im Zeichen der Wiedervereinigung. Aktuelle Geodaten, Luftbilder, Karten und Pläne Ostdeutschlands dienten als Grundlage für Ausbau und Erneuerung der Infrastruktur, für die Stadt- und Regionalplanung und Umweltschutzmaßnahmen. Im Zuge der Globalisierung gewann das Auslandsgeschäft durch höchst anspruchsvolle internationale Projekte zunehmend an Bedeutung, Gleichzeitig beschleunigten Verfahren wie das Airborne Laser Scanning, die Digitalfotografie und die flächendeckende Verbreitung softwaregestützter Geschäftsprozesse in Wirtschaft und Verwaltung auch für Hansa Luftbild den Übergang vom analogen ins digitale Zeitalter.


  • Hansa Luftbild heute

    In neun Jahrzehnten haben wir uns stets auf aktuelle Marktentwicklungen und technologische Herausforderungen eingestellt - immer mit dem Ziel, den Erfolg unserer Kunden und Partner im In- und Ausland zu sichern. Unsere Auftraggeber profitieren von hoher Beratungskompetenz und jahrzehntelanger Erfahrung bei der Realisierung von Projekten aller Größenordnungen. Luftbilder und Sensorflüge, früher das Kerngeschäft des Unternehmens, stehen auch jetzt noch am Beginn vieler Vorhaben. Darauf aufbauende Beratungs- und Analyseleistungen sowie maßgeschneiderte Softwareprodukte zur Prozessoptimierung rücken für unsere Auftraggeber jedoch immer stärker in den Vordergrund - und verschieben natürlich auch unsere Schwerpunkte: Heute sind wir ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit einem umfassenden Lösungsportfolio für raumbezogene Fragestellungen und Anforderungen.

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