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Überblick
Das Geburtsjahr der Hansa Luftbild war gezeichnet von politischen Unruhen und wirtschaftlichen Stürmen, von einer Stimmung des Umbruchs.
Hier entwickelte sich aus der Abteilung Luftbild der Deutschen Luftreederei GmbH die Aero Lloyd Luftbild GmbH, um einer neuen Technik den Weg zu ebnen und sie wirtschaftlich zu nutzen, der Photogrammetrie aus Luftbildern. Schnell kam dem in "Hansa Luftbild GmbH" umfirmierten Unternehmen, das 1926 Tochter der noch jungen Deutschen Lufthansa wurde, große Bedeutung zu, und mit ebenso ehrgeizigen wie exklusiven Vermessungsprojekten verschaffte es sich - vor allem während der 30er-Jahre - Weltruf. China, Antarktis, Grönland und Afrika waren schon damals das globale Spielfeld der Hansa Luftbild.
In den 40er-Jahren produzierte die Hansa Luftbild u.a. die deutsche Grundkarte. Nach dem Zusammenbruch kam der Neubeginn in Münster, als Deutschland wieder die Lufthoheit erlangte. Frühere Besatzer halfen als neue Alliierte ebenso wie Körperschaften der neuen Republik. Nun verlangten die Bedürfnisse des Wiederaufbaus von Hansa Luftbild Pläne zur Neuordung eines ruinierten Landes. Die Flugzeug- und Vermessungstechnik entwickelten sich weiter. Neue Flugzeuge mussten her, das digitale Zeitalter eroberte seit den 70ern die Photogrammetrie und die Kartographie in Windeseile. Neue Navigationssysteme - wie das GPS - erleichterten die Präzisierung der Flugrouten. Je besser und moderner die Systemtechnik, je leistungsfähiger die Mitarbeiter, desto konkurrenzfähiger wurde die Hansa Luftbild nicht nur auf dem nationalen, sondern auch auf dem internationalen Markt.
Und das wird sie auch im neuen Jahrtausend bleiben.
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Hansa Luftbild Logo bis 1976
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Die 20er - Gründerzeit
Die 20er Jahre waren die Zeit des Aufschwungs des Luftverkehrs in Deutschland. Mit ihm entwickelte sich auch das Luftbildwesen sowohl in vermessungstechnischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht.
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Dornier "Merkur" in der Junkerswerft in Dessau
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Die 30er - Expeditionsphase
Die Idee, die Luftbild-Photogrammetrie als Aufnahmeverfahren in China einzusetzen, entstand 1929 in einem österreichischen Beraterteam beim Wasserbauamt der Provinz Chekiang in Hangchow. Der erste Bildflug fand am 2. Juni 1931 statt, der Auftrag war 1933 abgeschlossen. Das war für China der Anfang der Luftbild -Photogrammetrie.
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Max Bundermann, Fotograf, während einer Expeditionsreise in der Antarktis
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Die 40er - Der II. Weltkrieg
Bis 1939 hatte die Hansa Luftbild eine Kapazität an photogrammetrischer Ausrüstung aufgebaut, die 20 Stereoplanigraphen, 30 Entzerrungsgeräte und 15 Reihenmesskameras umfasste. Die Zentrale war in Berlin-Tempelhof. In Münster, der größten auswärtigen Betriebsabteilung, entstand 1938 ein moderner Zweckbau. Personalbestand der damaligen Hansa Luftbild insgesamt: 400 Fachkräfte. Die Zukunftsaussichten der jungen Firma waren gut. Bis 1945 stellte die Hansa Luftbild für 53 200 Quadratkilometer Luftbildpläne von Deutschland her, außerdem die Deutsche Grundkarte 1:5000. 1945 folgte der völlige Zusammenbruch der Firma auf Grund Alliierter Beschlüsse.
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Stereoauswertegeräte 1940 in Berlin.
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Die 50er - Phase des Wiederaufbaus
Der Neubeginn in Münster - mit dem unverfänglichen Firmennamen "Plan und Karte GmbH", unter dem zunächst nur einfache Vermessungs- und Zeichenarbeiten ausgeführt wurden - hatte erst dann eine wirkliche Chance, als 1955 der Bundesrepublik die Lufthoheit zurückgegeben wurde.
Der Bedarf an neuen Karten und Plänen war nach den Zerstörungen des Krieges enorm, und die Raumordner und Städteplaner hatten inzwischen den hohen Wert des Luftbildes erkannt. 1953 übernahm die Hansa Luftbild GmbH den vorhandenen Immobilien- und Anlagenbestand der "Plan und Karte GmbH". Erst Ende der 50er Jahre begann Hansa Luftbild auch wieder systematisch im Ausland tätig zu werden.
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Repro-Arbeiten und kartographische Arbeiten.
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Die 60er - Infrastruktur- und Verkehrsprojekte
Seit Beginn der 60er-Jahre starten die Hansa-Luftbild-Flugzeuge vom damaligen Flugplatz Greven-Hüttrup, heute Flughafen Münster-Osnabrück (FMO).
Immer mehr wird es zu einer Selbstverständlichkeit, für die Neu- oder Ausbauplanung von Verkehrs- und Versorgungseinrichtungen die Photogrammetrie einzusetzen.
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Die 70er - Auslandseinsätze
Seit den 60er-Jahren und in die 70er hinein ist Hansa Luftbild wieder im Ausland präsent, und knüpft damit an die Tradition der 30er-Jahre an. Hohe Risikobereitschaft und Professionalität zeichnen sie aus.
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Die 80er - Technische Entwicklungen
Was 1973 begann, ist nicht mehr aufzuhalten, digitale Techniken nehmen allmählich sämtliche Produktionsbereiche der Hansa Luftbild in Besitz; die klassische Kartographie durchläuft einen tief greifenden Veränderungsprozess. Ein erstes Instrument in Richtung Digitalisierung in den 70ern war der digital gesteuerte Zeichentisch Wild Aviotab TA. Er stand bereits 1976 bei der Hansa Luftbild.
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Color-Infrarotbilder sind besonders hilfreich bei der Beurteilung der Vegetation.
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Die 90er - Grenzvermessungsprojekte
Das letzte Jahrzehnt an der Schwelle zur Jahrtausendwende ist das Jahrzehnt der Großprojekte und der Generalunternehmerschaft der Hansa Luftbild - ein völlig neuer Aufgabenbereich.
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Satellitenbild der arabischen Halbinsel.
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Das dritte Jahrtausend
Das neue Jahrtausend bei Hansa Luftbild ist geprägt durch Globalisierung und die Bildung von Netzwerken. Hansa Luftbild baut weiterhin seine strategischen Partnerschaften aus und gründet weltweit Allianzen und Joint-Ventures. Auch im neuen Jahrtausend wird Hansa Luftbild seine Marktführerschaft weiter auszubauen.
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