Biotoptypenkartierung

Im Bereich Geoinformationssysteme werden seit vielen Jahren Biotoptypenkartierungen auf Basis stereoskopischer Luftbildauswertung bearbeitet.

Zu den in- und ausländischen Auftraggebern zählen Städte und Gemeinden, Landkreise, Kommunalverbände, Fachbehörden der Bundesländer, Umweltministerien sowie Verwaltungen von Natur- und Nationalparks.

Für die Erstellung einer luftbildgestützten Biotoptypenkartierung bietet sich der Einsatz von speziellen Color-Infrarot-Filmen (CIR) an. CIR-Luftbilder sind besonders geeignet, da Vegetationsbestände im nahen Infrarot eine deutlich differenziertere Rückstrahlung aufweisen, als in den für das menschliche Auge sichtbaren Grüntönen. So sind besondere Standorteigenschaften (z.B. die Bodenfeuchte) oder auch Vitalitätsschäden einer Fläche sehr gut zu differenzieren.

Die Geographen, Biologen und Landschaftsplaner der Hansa Luftbild verfügen über langjährige und detaillierte Kenntnisse der thematischen Luftbildauswertung und der pflanzensoziologischen Kartierung im Gelände. Durch die Arbeit in verschiedenen Naturräumen und die Nutzung unterschiedlicher Kartierschlüssel (z.B. Biotoptypenliste der einzelnen Bundesländer) besitzen sie die erforderlichen Erfahrungen, um sich zielorientiert und zügig in ein neues Projektgebiet einzuarbeiten.

Die Luftbildauswertung erfolgt stereoskopisch an speziellen Auswertegeräten und/oder onscreen an hochauflösenden Bildschirmarbeitsplätzen. Bei der Auswertung mittels digitaler Orthophotos bietet sich eine onscreen-Digitalisierung an. Im Zuge der Digitalisierung wird aus den erfassten Flächen-, Linien- und Punktelementen ein Vektordatenbestand erzeugt. Die Elemente erhalten die Codierung entsprechend des jeweiligen Kartierschlüssels.

Die Digitalisierung einer Biotoptypenkartierung ist Grundlage für die Nutzung der Daten in einem Geoinformationssystem (GIS). Durch die Bearbeitung mit einem GIS ergeben sich vielfältige Anwendungen wie z.B. umfangreiche Abfrage- und Analysefunktionen (z.B. Such- und Selektionsfunktionen, Bilanzierungen und statistische Auswertungen). Durch Verschneidungs- und Pufferfunktionen werden z.B. Überlagerungen und Konfliktanalysen mit anderen Sachdaten ermöglicht.

Auch für die kartographische Darstellung der Kartierergebnisse bietet der Einsatz eines GIS vielfältige Möglichkeiten. Die Biotoptypenkartierung kann sowohl an einem lokalen Arbeitsplatz als auch in Form einer internetbasierten Lösung einer größeren Nutzergruppe bereitgestellt werden. Durch die Funktionen der digitalen Kartographie ermöglicht ein GIS darüber hinaus auch die Erstellung von thematischen Karten z.B. als Farbplots oder zur Erstellung von Druckvorlagen.


Ausschnitt aus einem CIR-Luftbild (im Original 1:10.000)



Kartenausschnitt aus einem Farbplot (im Original 1:10.000) und Screenshot aus einem GIS



Geländephoto: Verlandungsbereich nährstoffreicher Stillgewässer mit Dominanz der Flatter-Binse


   
       
 
eZ publish™ copyright © 1999-2005 eZ systems as